Verantwortung für unsere Erde
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In der Neuzeit sticht besonders die Rede des
Indianerhäuptlings Seattle an den Kongress der USA im Jahre 1855 aus den
vielfältigen Aussagen zur Bewahrung von Natur und Schöpfung hervor. Die USA
wollen den Indianern ihr Land abkaufen und sie in ein Reservat umsiedeln.
Seattle erkannte, dass er sich der Macht des weißen Mannes beugen muss. Er
schrieb eine
Rede, um deutlich zu
machen, was den Indianern ihr Land bedeutet und worauf die Weißen achten
müssen, wenn sie das Land erhalten wollen. | |
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Natürlich stammt diese Rede aus einer anderen Zeit und ist nicht wörtlich auf
unsere Situation übertragbar. Dennoch kann sie heute noch die Grundlage einer
Spiritualität des Lebens im Einklang mit der Natur bilden. Wir sind Teil der
Erde, der Schöpfung. Wir bewohnen gemeinsam den gleichen "oikos",
das gleiche Haus. So müssen wir sorgsam und im Gleichgewicht, dem oikos
entsprechend ökologisch miteinander umgehen. Und das nicht nur aus eigenem
Interesse am guten Leben, weil sonst unsere Lebensgrundlagen und die unserer
Nachkommen ernsthaft bedroht sind. Wir müssen es auch, weil wir aus der Erde
geschaffen sind, mit ihr verbunden und von Gott als Hüter- und Bewahrer/innen
der Erde bestellt sind. Aus diesem Bewusstsein heraus kann eine neue Motivation
für ein natürliches Leben erwachsen. Dann lebe ich mit der Schöpfung nicht
nur in Einklang, weil mich Vernunftgründe davon überzeugt haben. Vielmehr lebe
ich aus einer inneren Bindung an alles Geschaffene. IHM begegne ich mit Achtung
und Liebe und erfreue mich an seiner Existenz. |